Kongressorte

Die Eröffnung und die Plenarsitzung finden am 22. Mai 2018 im Gürzenich, der mittelalterlichen Versammlungshalle in Köln statt. Die weiteren vier Tage werden im Hauptgebäude der Universität Bonn abgehalten.

Köln – Gürzenich

Gürzenich von außen

Der Gürzenich, beliebter und traditionsreicher Kölner Veranstaltungsort, blickt auf eine mehr als 550-jährige Geschichte zurück.

1441 bis 1447 vom Rat der Stadt als städtisches Tanz- und Kaufhaus errichtet, fanden im Gürzenich die Repräsentationswünsche der wirtschaftlich erstarkten und zur politischen Macht gelangten Kölner Bürger ihren architektonischen Ausdruck.

Der Festsaal im Obergeschoss schuf den würdevollen Rahmen für gesellschaftliche und politische Veranstaltungen – hier wurden Kölner Ehrengäste empfangen, Feste von Kaisern, Fürsten und Bürgern gefeiert, aber auch Krönungsfeiern, Gerichtstage und ein Reichstag abgehalten. Das Erdgeschoss des Gürzenich nutzte man als Kaufhaus.

Nachdem der Gürzenich seit dem 17. Jahrhundert ausschließlich als Kaufhaus fungiert hatte, wurde in den 1820er Jahren die mittelalterliche Festhaustradition wiederbelebt. Er avancierte bald zur wichtigsten Kölner Veranstaltungsadresse, da kein anderer Kölner Festsaal mit dem des Gürzenich an Größe und Tradition konkurrieren konnte. Aufgrund Platzmangels durch die zunehmende kulturelle Nutzung erfolgte Mitte des 19. Jhs. ein neugotischer Anbau. Nach den Zerstörungen des Krieges 1943 wurde Gürzenich 1948 wieder aufgebaut und in den 50er Jahren entstand das Bauensemble Gürzenich-St. Alban, eines der qualitätvollsten 1950er-Jahre-Denkmäler der Stadt. In dem Baukomplex verbindet sich die moderne Architektur sowohl harmonisch als auch bewusst kontrastierend mit den gotischen Umfassungsmauern des Gürzenich und von St. Alban. Heute ist der Gürzenich nach dem Rathaus der wichtigste mittelalterliche Profanbau von Köln.

Bonn – Hauptgebäude der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität

Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn

Der barocke Gebäudekomplex wurde zwischen dem Ende des 17. und dem Anfang des 18. Jahrhunderts als Kurfürstliches Schloss der Erzbischöfe und Kurfürsten von Köln errichtet. Im Süden des Gebäudes schließt der Hofgarten an, der heute als öffentlicher Park genutzt wird.

Im Jahre 1777 brannte das Schloss nieder, nur der Flügel gegenüber dem Garten wurde wieder aufgebaut. Am 18. Oktober 1818 gründete der preußische König Friedrich Wilhelm III. die Bonner Universität, die heute auch den Namen des Regenten trägt, und wählte das Kurfürstliche Schloss als Hauptgebäude für die Universität. Hier sitzen heute der Großteil der Universitätsverwaltung, die Philosophische Fakultät sowie die katholische und evangelische Theologie.

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